Tuesday, December 11, 2007

Das umgestürzte Bild

Was mit einem Novum begann, mündet auch mit einem..

Was in scheinbar endlosen Gesprächen begann, mündet in einem Damenbesuch, der so nicht geplant war..
Nach einer langen Erkundungstour durch eine der romantischsten Städte, die ich kenne, langen Pausen an den romantischsten Orten, die ich kenne, kam man sich nahe... Die Zeit vergessend, verpasste sie den Zug, übernachtete auf meiner kaputten Matratze...

Eins jedoch brannte sich ihr ein. Das Foto, auf meinem Betttisch, das nicht das ihre war.. Mit einer schnellen Handbewegung wurden knapp fünf Jahre bewältigt - deren Erinnerungen mich nie verlassen werden, deren schöne Zeiten sich in meinem Herzen eingebrannt haben; deren Schmerz und Leid mich verändert haben und zu einem besseren Menschen werden ließen. Vor allem aber sind durch den gestrigen Tag im Bruchteil einer Sekunde drei schwere Monate zu Ende gegangen, die schienen nicht enden zu wollen.

So zerstreute ich ihre Zweifel, klärte meine Gefühle und richtete ein gequältes Gemüt auf.

Es ist für mich nicht vorstellbar, dass jemand glücklicher sein könnte, mitten in der Nacht geweckt zu werden (von der Art und Weise ganz zu schweigen) aus dem reinen Interesse an einem selbst, aus dem Verlangen danach Zweisamkeit zu erleben.

Labels: , ,

Tuesday, December 04, 2007

Gespräche mit Frauen

Das Schicksal ist wohl eines der meist zitierten Phänomene, das ich kenne. Allein es ist mehr für mich. Es ist das woran ich glauben möchte, auch wenn es zuweilen schwer fällt.

In einer unklaren Situation wie dieser verwundert es aber dennoch, warum es jemand ist, den man schon lange kennt und eine "Zeit lang" nicht gesehen hat bzw. nicht entscheidend wahr genommen hat, mit dem man letztlich in das Gespräch kommt. Wenn das nicht Schicksal ist...

Entweder ist es Schicksal oder es ist das Faktum, dass man sich immer zu jener Frau hingezogen fühlt, die sich am meisten um einen kümmert. Vor Jahren tat ich das schon mal als pubertäres Hormonspiel ab, aber ich glaube diese Phase überwunden zu haben. Jetzt ist es wieder da gleichwohl ich an und für sich die Pubertät für abgeschlossen betrachte - na gut, ich gebe zu, dass man vielleicht das Todesröcheln hören kann.

Nichtsdestotrotz fallen mir immer mehr Belege für oben genannte These ein. In den Phasen der einsamen Zweisamkeit kamen immer wieder schon länger bekannte Frauen ins Spiel, deren Interesse und ehrlich gemeinte Zuneigung mehr als ein großes Gefühlschaos hervor riefen. Damals waren die Gefühle für die bessere Hälfte stets stärker, auch wenn ich mehr allein war als im trauten Zusammensein.
Auch kann man dies nicht als "Beziehungsproblem" klassifizieren, denn jetzt wo die Beziehung beendet ist, kann man diese Phänomen wieder beobachten. Mehr noch ärgert man sich über jede ausgelassene Chance, man trauert ihr nach im Glauben eine neue Beziehung verpasst zu haben, eine Person, für die man nach wie vor starke Gefühle besitzt, verloren zu haben.

Andererseits fühlt man sich wie in einem neuen Frühling, wenn man stundenlang schriftliche Unterhaltungen mit jemanden führen kann ohne dass die Themen ausgingen oder ein Schweigen bedrücken würde. Wenngleich der Umstand, dass man sich schon lange kennt, einiges schwieriger macht, ist es ein interessantes Gefühl altes neu zu entdecken und neues zu erforschen.

Vielleicht ist es eben doch Schicksal...

Als Romantiker glaubt man gern an eine solche Konstruktion, da man bereit ist für das erstrebenswerteste, das idealste, was man vielleicht nie erreicht, zu leiden. Mit Bedacht eine sehr unklare Formulierung, deren Notwendigkeit sich allerdings im breiten Spektrum des zu beschreibenden begründet. Nicht zu letzt auch in den eigenen konfusen Gefühlen, die zu umschreiben ich stetig scheitere, findet sich eine andere Kategorie der Romantik.

Romantische Gedanken zur Nacht - was kann es schöneres geben?

Labels: , ,

Sunday, December 02, 2007

Wie kann es sein?

Die Sonne versinkt und der Tag wird still,
und der Lärm kommt allmählich zur Ruh'
was aufgewühlt war, wird ruhig und klar.
Alles was ich brauche, bist du.

Die Spannung verklingt, was ist bloß passiert?
Ich kann es überhaupt nicht verstehen.
Vertrocknet und leer - du fehlst mir so sehr
Morgen werden wir weiter sehen.


Wie kann es sein, dass zu Friedenheit verblasst und plötzlich irgendwie gar nichts mehr passt?
Wer hat die Welt auf den Kopf gestellt?
Nichts geahnt und nichts geplant, überrannt und die Gefahr nicht erkannt.

Und die Nacht bricht herein, tiefes Schwarz, dass die Fragen verhüllt
Ein weißes Papier, kariert DIN A4
Wird ohne Worte langsam zerknüllt.

Was niemals sein darf, kann und wird nicht sein
leicht verständlich und so unendlich schwer
Vernunft ist verschleppt, es gäb ein Konzept,
wenn heut noch alles so wie vorgestern wär'.

Wie kann es sein, dass das Glück sich verkehrt und offenbar jede Lösung verwehrt?
Lass uns die Szene noch einmal drehen:
Mit viel Mut, alles wird gut.
Schlaf jetzt ein, ich würde gern bei dir sein.

Text und Musik: Melody Makers 2007

Labels: ,