thoughts at midnight
Gedanken zur Mitternacht.
Wenn Egoismus über aller Freude siegt, dann kann auch der Unbeschwerteste nur zu Boden stürzen. Sich wie ein reinkarnierter Werther fühlend, vermag es eine Macht mir die müden Augen offen zu halten.
Eigenartigerweise bleibt das Gefühl, dass jene Augen sich schließen, wenn sie offen und wachsam sein sollten. Zuletzt bleibt das Gefühl, dass dies eine Abwehrreaktion ist oder zumindest eine Selbstverleugnung.
Kraftloses Bemühen um den status quo... Die Frage nach dem Befinden kann aufgrund momentaner Verwirrung nicht beantwortet werden.
Mit der ausbleibenden Schlaf wird wenigstens Zeit geschaffen, um zu lesen und nachzudenken.In der Melancholie des Abends finden sich schon immer die besten Gedanken. In ihnen verbinden sich die Überlegungen des Tages und die Informationen aus Gelesenem und Gehörtem zu dem, was eine Vorlesung oder ein Seminar allein nicht leisten kann. Geisteswissenschaftler werden wissen, was ich meine. Immer öfter scheint es unabdingbar dem von einer Gesellschaft vorgegebenen Tagesrhytmus - traurig, wer sich dort einfügen muss; bemitleidenswert, wer das noch nicht mal bedauert - sich zu verweigern um überhaupt noch lohnendswerte Gedanken zu entwicklen - fernab gesellschaftlicher Erwartungen und Vorgaben, ohne die so viele noch nicht mal in der Lage überhaupt zu denken sind. Es ist mehr als traurig, dass ich belächelt werde, dass mein Tagesablauf nicht der übliche ist. Desto mehr ich darüber nachdenke, scheint das Absurdum eines geregelten Tagesablaufs das eigentliche Luxusgut zu sein, das unnötig in unser Selbstverständnis implantiert wurde und auf das ich gern verzichten kann. Das Dilema besteht darin, dass die gesellschaftlichen Zwänge auch mich dazu zwingen werden, mich eines "geregelten Tagesablaufs" zu bedienen. Dabei fühlt man sich wie unter Hesses "Rad".
Es lohnt sich diese Frage zu diskutieren. Man verschone mich allerdings mit Banalitäten, die man als Argumente zu tarnen sucht...
Wenn Egoismus über aller Freude siegt, dann kann auch der Unbeschwerteste nur zu Boden stürzen. Sich wie ein reinkarnierter Werther fühlend, vermag es eine Macht mir die müden Augen offen zu halten.
Eigenartigerweise bleibt das Gefühl, dass jene Augen sich schließen, wenn sie offen und wachsam sein sollten. Zuletzt bleibt das Gefühl, dass dies eine Abwehrreaktion ist oder zumindest eine Selbstverleugnung.
Kraftloses Bemühen um den status quo... Die Frage nach dem Befinden kann aufgrund momentaner Verwirrung nicht beantwortet werden.
Mit der ausbleibenden Schlaf wird wenigstens Zeit geschaffen, um zu lesen und nachzudenken.In der Melancholie des Abends finden sich schon immer die besten Gedanken. In ihnen verbinden sich die Überlegungen des Tages und die Informationen aus Gelesenem und Gehörtem zu dem, was eine Vorlesung oder ein Seminar allein nicht leisten kann. Geisteswissenschaftler werden wissen, was ich meine. Immer öfter scheint es unabdingbar dem von einer Gesellschaft vorgegebenen Tagesrhytmus - traurig, wer sich dort einfügen muss; bemitleidenswert, wer das noch nicht mal bedauert - sich zu verweigern um überhaupt noch lohnendswerte Gedanken zu entwicklen - fernab gesellschaftlicher Erwartungen und Vorgaben, ohne die so viele noch nicht mal in der Lage überhaupt zu denken sind. Es ist mehr als traurig, dass ich belächelt werde, dass mein Tagesablauf nicht der übliche ist. Desto mehr ich darüber nachdenke, scheint das Absurdum eines geregelten Tagesablaufs das eigentliche Luxusgut zu sein, das unnötig in unser Selbstverständnis implantiert wurde und auf das ich gern verzichten kann. Das Dilema besteht darin, dass die gesellschaftlichen Zwänge auch mich dazu zwingen werden, mich eines "geregelten Tagesablaufs" zu bedienen. Dabei fühlt man sich wie unter Hesses "Rad".
Es lohnt sich diese Frage zu diskutieren. Man verschone mich allerdings mit Banalitäten, die man als Argumente zu tarnen sucht...
Labels: schlaflos

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