Monday, August 20, 2007

Nie gesagt

NIE GESAGT

Ich wache auf und das Bett ist leer,
das stört mich eigentlich gar nicht mehr.
Auch sonst ist alles in Ordnung soweit,
da wär' nur noch eine Kleinigkeit.

Du hast gesagt, ich schaff' es nie ohne Dich.
Ich hab' gehört, daß Du das allen erzählst.
Das finde ich absolut lächerlich:

Ich hab' doch nie gesagt, daß Du mir fehlst.

Du fehlst mir.

Ich hab' gesagt, Du interessierst mich nicht mehr,
jetzt merke ich, es ist ziemlich schwer.
Ich hab' gesagt, Du bist mir egal,
jetzt sehe ich Dein Gesicht überall.

Ich hab gesagt, wie sehr ich mich freue,
daß Du Dich sicherlich heimlich quälst.
Ich hab' soviel gesagt, was ich jetzt bereue,
aber:

Ich hab' Dir nie gesagt, daß Du mir fehlst.

Du fehlst mir.

Ich wache auf und Du bist nicht hier,
doch in Gedanken bin ich immer bei Dir.
Ich war zu stolz um zuzugeben,
ohne Dich kann ich nicht leben.

Das geht nur uns beide was an.
Ich möchte, daß Du es für dich behältst,
damit ich weiterhin behaupten kann:

Ich hab' Dir nie gesagt, daß Du mir fehlst.
Ich hab' Dir nie gesagt, daß Du mir fehlst.
Ich hab' doch nie gesagt, daß Du mir fehlst.

Du fehlst mir.

Die Ärzte, 13. M/T: F. Urlaub

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irgendwie, irgendwo, irgendwann

Irgendwie, irgendwo, irgendwann fängt ein neues Leben an...

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Tuesday, August 14, 2007

frühes Werk

Zeit ohne Dich

Sind so viele Stunden zu verbringen,
Der Tage endlos viele singen,
Singen von Dir - bald so nah wie nie zuvor.
Weg die Tränen, das Wiedersehen steht bevor.

Mach mir Mut, wenn ich's nicht ertrag,
Weil du nicht hier, mein Herz verzagt.
Jede Muse wird zum stummen Baum,
Bist bei mir in meinem Traum.

Mein Traum ist endlos frei,
Ich schaue dich mit jedem Blick
an Dir zieht jeder Gedanke vorbei
Meine Seele ich zu dir Schick -
auf das sie glücklich werde
auf dieser kleinen Erde.

Jeder Kilometer ist nicht mehr,
Meine Hände treffen deine,
Meine Augen wären nicht mehr leer,
Die Zeit vergeht, wenn ich nicht mehr weine.
Bist alles was ich noch mag,
Nur du bist das Leben was ich hab.

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thoughts at midnight

Gedanken zur Mitternacht.

Wenn Egoismus über aller Freude siegt, dann kann auch der Unbeschwerteste nur zu Boden stürzen. Sich wie ein reinkarnierter Werther fühlend, vermag es eine Macht mir die müden Augen offen zu halten.
Eigenartigerweise bleibt das Gefühl, dass jene Augen sich schließen, wenn sie offen und wachsam sein sollten. Zuletzt bleibt das Gefühl, dass dies eine Abwehrreaktion ist oder zumindest eine Selbstverleugnung.
Kraftloses Bemühen um den status quo... Die Frage nach dem Befinden kann aufgrund momentaner Verwirrung nicht beantwortet werden.

Mit der ausbleibenden Schlaf wird wenigstens Zeit geschaffen, um zu lesen und nachzudenken.In der Melancholie des Abends finden sich schon immer die besten Gedanken. In ihnen verbinden sich die Überlegungen des Tages und die Informationen aus Gelesenem und Gehörtem zu dem, was eine Vorlesung oder ein Seminar allein nicht leisten kann. Geisteswissenschaftler werden wissen, was ich meine. Immer öfter scheint es unabdingbar dem von einer Gesellschaft vorgegebenen Tagesrhytmus - traurig, wer sich dort einfügen muss; bemitleidenswert, wer das noch nicht mal bedauert - sich zu verweigern um überhaupt noch lohnendswerte Gedanken zu entwicklen - fernab gesellschaftlicher Erwartungen und Vorgaben, ohne die so viele noch nicht mal in der Lage überhaupt zu denken sind. Es ist mehr als traurig, dass ich belächelt werde, dass mein Tagesablauf nicht der übliche ist. Desto mehr ich darüber nachdenke, scheint das Absurdum eines geregelten Tagesablaufs das eigentliche Luxusgut zu sein, das unnötig in unser Selbstverständnis implantiert wurde und auf das ich gern verzichten kann. Das Dilema besteht darin, dass die gesellschaftlichen Zwänge auch mich dazu zwingen werden, mich eines "geregelten Tagesablaufs" zu bedienen. Dabei fühlt man sich wie unter Hesses "Rad".

Es lohnt sich diese Frage zu diskutieren. Man verschone mich allerdings mit Banalitäten, die man als Argumente zu tarnen sucht...




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