Tuesday, December 19, 2006

Hits des Jahres (1)

Nach dem vierlagig ja dazu aufrief, sich mal mit den persönlichen Hits des Jahres zu beschäftigen, grübele ich schon seit einigen Wochen welche Titel denn da in Frage kommen könnten. Es mangelt nicht an Qualität, allein die Fähigkeit zwischen den einzelnen Favoriten zu entscheiden fehlt mir. Deshalb habe ich mir überlegt, einfach ein paar Songs auszuwählen, die sich in meinem Kopf herumtreiben. Wenn ich dann irgendwann deren zwölf zusammen bekommen habe, höre ich auf.

Dem aufmerksamen Leser fällt natürlich sofort auf, dass dies dann keine chronologische Auswahl ist, sondern viel mehr eine qualitative Willkür nicht fundierter Musikkenntnis. Trotzdem werden zu jedem Stück ein paar Zeilen Lesbares zu finden sein.

1. The Beatles - Lucy in the Sky with Diamonds

Schon lange ist das meiner Lieblingsstücke der Beatles. Und egal, ob es nun aus einer LSD-Laune heraus entstanden ist oder nicht.. Die Musik ist für mich sehr greifbar.
Auch war dieser Song Gegenstand einer Zusammenkunft in vierlagigs vier Wänden und deshalb beispielhaft für die vielen tollen Treffen an "jenem heiligen Ort"!


2. Jack Johnson - Inaudible Melodies

Einmal gehört, hat mich dieses Lied nicht mehr los gelassen. Was für einen unglaublichen Rhytmus dieses Lied hat - was für eine tolle Stimmung es vermittelt. "Slow down everyone - You're moving too fast!"


3. Fettes Brot mit Marcus Wiebusch, Carsten Friedrichs und Bela B. - Fußball ist immer noch wichtig

Im Gegensatz zu anderen, die sich an Fußballhymnen versucht haben, zeigen die oben genannten Künstler, dass man die Emotionen, die vor allem auch Dorfliga-Kicker empfinden, eben doch niveauvoll in ein Musikstück verwandeln kann. Für mich wesentlich besser als die doch eher kläglichen Verusche von Grönemeyer und den Sportfreunden, die mal lieber "stiller" geblieben wären.

Noch dazu konnte ich viel in den Song hereininterpretieren. Wer seine Zeit in ein Projekt, gleich welcher welcher Art, steckt, weiß, dass es einen nie losläßt und dass man schnell an den Rand der eigenen Kräfte kommen kann. Trotzdem ist es genau dieses Projekt, welches verhindert, dass man zerbricht: Fußball ist eben immer noch wichtig!



Monday, December 11, 2006

Von schwindenden Trainern und tröstenden Managern...

Fußball - immer wieder Fußball. Schlimm nur, dass es plötzlich doch einen selbst betrifft, wenn nicht gar betroffen macht.

Ein gar eigenartiges Gefühl die Sporttasche zu packen. Man öffnet einen Reißverschluß, der eigentlich seit langem zu ist. Dennoch das alte Feuer glüht nur, so recht mag es sich nicht entzünden. Man spielt - noch nicht mal schlecht - verliert - noch nicht mal verdient. Dann sind jene an der Reihe, welche es eigentlich besser können sollten. Sie spielen - noch nicht mal schlecht - verlieren - noch nicht mal verdient und unglücklich. Plötzlich merkt man, dass es nicht mehr lediglich Hobby ist. Man merkt wie sehr man Fan von denen ist, für die man seine Kraft investiert.

Irgendwann ist es zu viel, wenn die Kraft nicht wieder kommt, wie sie es sonst immer tat. Man selbst merkt es erst dann, wenn man nicht mehr die anderen aufrichten kann, sondern selbst jemanden braucht, der einen aufrichtet. Ausgebrannt.

Das alles klingt als wäre es eine bedeutungsvolle Sache über die hier geschrieben wird. Doch das ist es nicht - es ist ja fast unterste Liga. Umso eindrucksvoller demonstriert es, dass es zu meist die Belanglosigkeiten sind, die einen den Halt verlieren lassen.

Möge der Manager Recht behalten und sich alles zum Guten wenden....